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Besichtigungen von Europäischen Geschichtsorten

Besichtigen Sie mit dem CERS europäische Geschichtsorte!

 

Pädagogische Reisen (für Schüler und Erwachsene) stellen Mittel zum Bewusstwerden über die Bedingungen dar, die Europa seine politischen, sozialen und kulturellen Formen gegeben haben. Sie bieten die Möglichkeit, die verschiedenen Einflussnahmen in den Vordergrund zu stellen, die die Europäische Integration geprägt haben.

Die Gegend um Scy-Chazelles nimmt einen wichtigen Platz unter den europäischen Geschichtsorten ein. Das CERS bietet kulturelle Reisen an, die die Entdeckung der Wegbereiter Europas und der Demokratie, des Friedensgedankens und der Versöhnung sowie anderer europäischer Werte ermöglicht.

Die Europäische Union, die unter unseren Augen Form annimmt, ist keine neue Erfindung, die mit dem Schuman Plan entstand, sie ist viel mehr das Produkt eines langen Reifeprozesses, der so weit in die Vergangenheit zurückreicht wie Europa selbst.

Aus diesem Leitbild folgt das Konzept für die pädagogischen oder kulturellen Reisen, die wie große Bücher über Europa gestaltet sind und bei denen der Teilnehmer, ob Schüler oder Erwachsener, dazu eingeladen ist, in diesen Büchern – Seite für Seite – und einer chronologischen Ordnung folgend, nachzuschlagen: zum Beispiel von der Entstehung des karolingischen Europas im Jahr 800 in Aachen bis zum Berliner Mauerfall im Jahr 1989; oder vom Krieg hin zum Frieden in einem Parcours, der von Gravelotte (1870), über Verdun (1914-1918), über die Maginot-Linie (1940-45) und über Scy-Chazelles (Robert Schuman Haus, Wiege der deutsch-französischen Versöhnung), schließlich bis hin nach Straßburg (Europarat) führt.

 Das detaillierte Programm dieser europäischen kulturellen Reisen und der Besichtigungen wird mit den Partnerorganisationen entwickelt. Das CERS berät die Partnerorganisationen in der Wahl der Unterkunft und Verpflegung (Jugendherberge, Centre international de rencotres Metz, bei Partnern des CERS in Deutschland oder in Hotels).

 

 

Reisevorschläge:

 

Reise A

ZURÜCK ZU DEN WURZELN DER EUROPÄISCHEN IDENTITÄT:

VOM ERBE KARLS DES GROßEN HIN ZUR EUROPÄISCHEN INDUSTRIELLEN REVOLUTION

Eine Reise, die sich über zehn Jahrhunderte in fünf bedeutenden Etappen über die europäische Geschichte zwischen dem 9. und dem 19. Jahrhundert erstreckt.

Das Ziel dieser Reise ist die Darstellung der damaligen Wahrnehmung, die die Europäer über ihre Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft der Kultur hatten, welche sich trotz sprachlicher, religiöser, nationaler und politischer Schwierigkeiten gebildet und verbreitet hat. Diese Zugehörigkeit konnte sich trotz zahlreicher Episoden des Rückschritts aufgrund von Bürgerkriegen oder Kriegen zwischen verschiedenen Nationen bilden.

Diese grundlegende, lebendige und strukturierende Vielfältigkeit von damals besteht weiterhin. Sie bildet den Hintergrund der Landkarte, das Grundgerüst des sozialen und mentalen europäischen Raums. Diese kulturelle Gesamtheit ist eine Überlagerung von kulturellen Schichten. Sie hat eine unterschiedliche räumliche Reichweite, je nach der Intensität der Anleihen und Verlegungen, doch ihre Anhäufung bildet den Sockel der europäischen Identität.

Unter den unzählbaren Schichten, die seit dem Zeitpunkt, an dem sich die Gemeinschaft der Kulturen durch das jüdisch-griechisch-germanisch-lateinische Erbe herausgebildet hat, bestimmt werden können, wurden fünf kulturelle und intellektuelle Ereignisse festgehalten.

Eine willkürliche Wahl, die sicherlich subjektiv ist, aber die einer Auswahlmethode folgt:

  • einer geographischen Auswahlmethode: die Rundgänge sollen ein Maximum an informativen Reichtum bieten und
     
  • einer historischen Auswahlmethode: historische Ereignisse, die mit „Pausenzeiten“ übereinstimmten.

Diese Rundreise zu den europäischen Geschichtsorten vom 9. bis zum 19. Jahrhundert kann in Lothringen mit einem Parcours fortgesetzt werden, der dem „Krieg und dem Frieden in Europa“ im 19. und 20. Jahrhundert gewidmet ist. Dieser Parcours wird ebenfalls vom CERS organisiert.

 

 

 

 

Das Reich der Karolinger

 

Reise B (+++)

ZURÜCK ZU DEN WURZELN DER EUROPÄISCHEN IDENTITÄT:

VOM KRIEG HIN ZUM FRIEDEN

Diese Reise findet in der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz-Wallonien statt. Diese Region Europas hat eine schmerzhafte Vergangenheit, in der die letzten drei Kriege, die Frankreich und Deutschland gegenüber gestellt haben, tausende Tote, Witwen und Waisenkinder zurückgelassen haben. Der Hass zwischen den benachbarten Völkern wurde immer wieder auf's Neue entfacht… Auf dem Terrain dieses Grenzgebietes ist das europäische Projekt des Friedens entstanden. Nach mehr als 60 konfliktfreien Jahren ermöglicht dieses Projekt den Friedensnobelpreis für Europa..

Im Laufe des Rundgangs werden Sie die wichtigsten Gedenkstätten der Kriege von 1870 (Museum in Gravelotte), von 1914-1918 (Region Verdun), und von 1939-1940 (Maginot-Linie) entdecken. Dabei werden Sie auch feststellen, von welcher Bedeutung dieses Gebiet für die Konstruktion eines vereinten Europas ist. Der Rundgang endet mit einem „europäischen Tag“ im Robert Schuman Haus in Scy-Chazelles, mit einem Besuch des Europarates oder des Europäischen Parlaments in Straßburg oder mit dem Besuch anderer europäischer Institutionen in Luxemburg oder Brüssel.

 

 

Reise C

ZURÜCK ZU DEN WURZELN DER EUROPÄISCHEN UNION:

EISEN UND FEUER ALS ERBE

Seit Jahrhunderten hat man in der Großregion mit Eisen gearbeitet, denn man besaß das Erz, das Wasser, um das Eisenwerk anzutreiben und Holz, um das Feuer anzuheizen. Es ist also interessant, die Zeugen unserer Vergangenheit zu studieren und die Arbeit mit dem Eisen über die Jahre zu analysieren. Die während der Reise angesprochenen Themen:

  • Das Eisen über die Jahre in der Großregion: keltische Oppida… an den Ufern der Flüsse (die Großregion im Zeitalter des Eisens, das Eisenwerk und die Arbeit mit Eisen im Mittelalter, von der großen Industrie zum kulturellen Erbe)
  • Mitten im Metall: Eisen, Guss, Stahl
  • Einige Elemente der sozialen Geschichte…(Dauer und Rhythmus der Arbeit, der Alkoholismus, ab dem XIX Jahrhundert, die Bevormundung)
 

Reise D

ZURÜCK ZU DEN WURZELN DER EUROPÄISCHEN UNION:

DIE VÄTER UND WEGBEREITER EUROPAS

Eine Rundreise durch Europa auf den Spuren der „Väter und Wegbereiter Europas“ steht ebenfalls zur Auswahl. Bei dieser Reise können die Orte entdeckt werden, in denen die großen Europäer gelebt und gearbeitet haben: Konrad Adenauer, Joseph Bech, Johann Willem Beyen, Aristide Briand, Winston Churchill, Richard Coudenhove-Kalergi, Jacques Delors, Charles de Gaulle, Alcide de Gasperi, Walter Hallstein, Victor Hugo, Jean Monnet, Robert Schuman, Paul-Henri Spaak, Altiero Spinelli.

Von links nach rechts : Max PETITPIERRE (Schweiz), Dr. Östen UNDÉN (Schweden), Joseph BECH (Luxemburg), Robert SCHUMAN (Frankreich), Paul-Henri SPAAK (Belgien), Sir Stafford CRIPPS (Vereinigtes Königreich), Comte SFORZA (Italien)

 

Reise E

DIE HERAUSFORDERUNGEN DER EUROPÄISCHEN UNION:

DIE NACHHALTIGKEIT

In der Großregion bestehen zahlreiche klassifizierte Naturparks oder Naturbiotope. Diese regionalen Nationalparks haben den Schutz des Kulturerbes zum Ziel, insbesondere durch eine angepasste Verwaltung der natürlichen Gebiete und Landschaften. Sie tragen zur Einrichtung des Territoriums bei, fördern die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung und die Lebensqualität. Darüber hinaus gewährleisten sie den Empfang, die Bildung und die Informierung der Öffentlichkeit, sie verwirklichen experimentelle oder exemplarische Handlungen in den genannten Bereichen und tragen zu Forschungsprogrammen bei.

Der vorgeschlagene Zugang besteht hauptsächlich aus einer vergleichenden Erforschung der Verwaltung des natürlichen und kulturellen Erbes, der Einrichtungspolitiken des Territoriums, der Politiken zur wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeitsentwicklung, etc.